Magere Zeiten

Noch von der gerade erst erlebten Begegnung angespornt, besuchten wir die Stelle in den nächsten Wochen noch viele weitere Male. Doch all diese Mühe schien vergebens - die Vögel ließen sich meist nur für einen Bruchteil einer Sekunde blicken, bevor sie, wenige Zentimeter über das Wasser fliegend, um die nächste Flussbiegung verschwanden.

Zwar bietet die Landschaft dem Eisvogel ein ideales Revier, in dem er schnell wieder verschwinden kann, für Foto- oder Film-Aufnahmen ist es jedoch denkbar ungeeignet. Vor allem, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt in dem man nicht einfach mal querfeldein gehen kann, sondern man sich an die Wege halten sollte. Auch wenn das so mancher wohl nicht macht - wir halten uns jedenfalls daran, um die Natur und ihre Bewohner zu respektieren. Und so wanderten wir meistens den Wegen entlang und hofften eines der Tiere gerade auf einem Ast sitzen zu erwischen.

Auch wenn es sich als falsche Herangehensweise heraus stellen sollte, so haben wir dadurch doch sehr viele andere spannende Entdeckungen machen können. So zum Beispiel eine große Ansammlung junger Ringelnattern, einen Fische fangenden Graureiher, ein schwarzer Kormoran oder eine Graugans, die wir bei jedem unserer Besuche sahen. Und es sollten nicht unsere letzten Besuche sein…